Themenfelder Gartendenkmalpflege und Friedhofswesen

Johanna-Weber-Park Rüti

Situation des Sanierungsprojektes
Situation heute: ein verstecktes Idyll
Im Herzen der Anlage ein grosses Wasserbecken
Diverse Risse im Becken

Die frühere Gartenpartie des Villengartens der Industriellenfamilien Weber in Rüti ist eine wertvolle historische Anlage und war in der Vergangenheit der Zeit preisgegeben. Sie wird saniert, um der Bevölkerung als öffentliche Grünanlage zur Verfügung stehen  – mit Rundweg, Sitzgelegenheiten, Wasserspiel und beeindruckendem Baumbestand.

Die Parkanlage im Herzen Rütis entstand Ende des 19. Jahrhunderts an der Mündung der Schwarz in die Jona und gehörte ursprünglich zur Villa Weber, verbunden über eine Brücke. Sie gilt als Hochzeitsgeschenk des Industriellen Werner Weber-Honegger an seine Frau Johanna, nach welcher der Park nun benannt wird. 2011 stufte die Kantonale Denkmalpflegekommission den Park als kulturhistorisch bedeutend ein. Um eine Bebauung zu verhindern, wurde das Grundstück 2014 mit Mitteln des Natur- und Heimatschutzfonds erworben, um es zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen. Beinahe ein Jahrhundert lang wurde die Anlage vernachlässigt, Zäune und Mauern sind beschädigt, das Wasserbecken weist Risse auf, Wege sind überwuchert und der Baumbestand überaltert. Ziel des Projekts ist die denkmalgerechte Instandsetzung, die Öffnung für die Öffentlichkeit und die Schaffung eines barrierefreien Zugangs. Der Park soll als „Ruhige Insel“ gestaltet werden, ohne Grill- oder Spieleinrichtungen und ohne Beleuchtung, um Lichtverschmutzung zu vermeiden. Geplant sind die Restaurierung der Zäune, die Wiederherstellung des Rundwegs und des Sitzplatzes sowie die Sanierung der Ufermauern. Das Wasserbecken wird mit einer neuen Schale versehen und das Wasserspiel reaktiviert. Zwei neue Eingänge entstehen: ein Fussgängersteg über die Schwarz und eine Treppe von der Werner-Weber-Strasse. Die Vegetation wird durch Rückschnitte, natürliche Verjüngung und neue Pflanzungen aufgewertet. Die Arbeiten erfolgen naturverträglich, der Schutz der vorhandenen Grossbäume hat oberste Priorität. Insgesamt soll der historische Charakter des Parks bewahrt und seine Aufenthaltsqualität durch Kunstgriffe des 19. Jahrhunderts gesteigert werden. Lichtinseln und Schatten wechseln sich ab und stellen in ihrer Kontrastwirkung eine sinnliche Komponente dar.

Auftraggeber:
Baudirektion Kanton Zürich, Hochbauamt

Zusammenarbeit mit:
Ernst Niklaus Fausch Partner AG, Baumhilfe Pages

Ort:
Rüti ZH

Bearbeitung:
seit 2024

Leistungen:
Gartendenkmalpflegerische Sanierung (Bauprojekt bis Realisierung)
Historische Gärten, öffentliche Freiräume, Gartendenkmalpflege, Pflegekonzept

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