2. Rang: Neugestaltung Umgebung Kirchmatte Neuenkirch
Auf der Kirchmatte plant die Kirchgemeinde Neuenkirch die Erstellung eines Pfarreizentrums und Wohnungen. Durch die Aufwertung des Kirchenplatzes und die Umgebungsgestaltung soll auf dem ganzen Areal ein Mehrwert für die Bevölkerung geschaffen werden.
Projektbeitrag “Choreia” – Konzept Freiraum
Ziel und zugleich die grösste Herausforderung der Neugestaltung der verschiedenen Grundstücke der Kirchgemeinde besteht darin, über die Strasse und unterschiedliche Nutzungen hinweg eine Verbindung zu schaffen und einen Platz zu gestalten, der vielseitig nutzbar ist und unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht wird. Dabei sollen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ebenso wie Natur und Dorfleben miteinander in Einklang gebracht werden. Die neu platzierten Gebäude setzen, gemeinsam mit der Kirche und den markanten Auftaktbäumen, einen klaren Rahmen für den neuen Kirchgemeindeplatz. Als Reminiszenz an die Ausgestaltung typischer Dorfplätze werden mittelkronige, klimaresistente Zukunftsbäume wie Silber-Linden, Trauben-Eichen und Ahorne vorgeschlagen.
Der Pflasterbelag aus Naturstein mit gesägten Oberflächen (rollstuhlgerecht) zieht sich als verbindendes und verkehrsberuhigendes Element über die Strasse. Eine Kiesintarsie gliedert die grosse offene Fläche, schafft Aufenthaltszonen und entschleunigt das Treiben durch Sitzelemente im Schatten der Bäume. Dank der offenen Gestaltung ist der Platz flexibel bespielbar – für Veranstaltungen jeder Art – und barrierefrei in alle Richtungen querbar. Die Parkplätze werden in die Kiesfläche integriert und dezent mit einer Natursteinreihe bodeneben markiert.
Der balkonartige Vorbereich der Kapelle erhält den gleichen Belag und wird auf diese Art dem Platz zugeordnet. Durch den Höhenversatz bleibt dennoch eine gewisse Privatsphäre erhalten. Vor der Kapelle schafft ein Kiesstreifen einen weiteren Aufenthaltsort im Schatten der neuen Feldahorne. Der bestehende Brunnen wird ins Freiraumkonzept integriert, bespielt den Dorfplatz und fungiert als Verbindungselement zur Terrassenebene. Diese wird durch eine Staudenbepflanzung abgeschlossen, die sich weiter in den unteren Bereich zieht und einen grünen Rahmen für den Dorfplatz schafft.
Zusammenarbeit mit: MSA Meletta Strebel Architekten, Luzern + Zürich
Am Wochenende vom 31. Januar und 1. Februar werden die Resultate des Projektwettbewerbs im Mehrzweckraum Gärtnerweg ausgestellt.
Ausstellung Projektwettbewerb «Neugestaltung Umgebung Kirchmatte»